Überlebenstipps Uni: Richtig lernen – aber wo? #4 | Der Klassiker: Die Uni

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Die letzten Wochen habe ich euch schon ein paar Dinge zum zuhause und im Café lernen erzählt. Heute möchte ich euch den Klassiker der Klassiker vorstellen: Die Uni.

Vorteile

  • Auswahl unterschiedlicher Lernumgebungen: So eine Uni hat viele Orte, an denen man lernen kann. Oft hat eine Uni nicht nur eine Bibliothek, sondern mehrere, zwischen denen man sich entscheiden kann. Darüber hinaus gibt es sicherlich noch andere Orte, wie alleinstehende Tische irgendwo in den Gebäuden verteilt, leere Seminarräume, Gruppenarbeitsräume, wenn man sich zusammentut oder die Mensa bzw. Cafeteria. Der Großteil der Bildungsstätten haben unterschiedliche Angebote zum Thema lernen – einfach mal googlen!
  • Keine Ablenkung: Es gibt wohl keinen Ort, der ruhiger, stiller und produktiver ist als eine Uni-Bibliothek. Wer absolute Stille zum Lernen braucht, ist hier absolut richtig. (Hinweis für Nicht-Studenten: Man kann natürlich auch als Nicht-Student die Bibliotheken nutzen, nur zur Ausleihe benötigt man einen entsprechenden Ausweis)
  • Viel Platz auf den Tischen: Wer viele Materialien zum Lernen ausbreiten muss, sollte auf den Tischen in der Uni genug Platz haben, um alles gleichzeitig sichten zu können.
  • Lernatmosphäre: Sobald man den Campus betritt, schaltet der Kopf doch schon automatisch in den Aufnahmemodus, oder?

Nachteile

  • Kampf um Arbeitsplätze in der Prüfungszeit: In der Prüfungszeit zu menschlichen Uhrzeiten noch einen Arbeitsplatz zu bekommen hat etwas von Lottospielen. Man braucht wirklich verdammt viel Glück.
  • Nur Wasser und kein Brot: Wasser in durchsichtigen Flaschen ist erlaubt, alles andere ist verboten, d.h. wenn ihr etwas anderes wollt, dann müsst ihr immer euren Arbeitsplatz verlassen. Mit Leckereien sich Rituale aneignen fällt da also flach.
  • Muffiger Geruch nach modrigen Büchern: Wie bereits erwähnt, haben viele Universitäten unterschiedliche (Fach-)Bibliotheken oder zumindest Fachbereiche. So ungern ich da Klischee bestätige, aber bei den Kunsthistorikern und Germanisten stinkt es nur nach all den vergangenen Jahrhunderten, während es bei den Juristen und Medizinern zwar nach rauchenden Köpfen, aber dennoch angenehmer riecht. Oftmals erkennt man aber am Geruch auch einfach, wo das Geld der Uni hinfließt.
  • Insiderwissen: Um alle Angebote und Orte mit der entsprechenden Ausstattung (Steckdosenplätze sind natürlich heiß begehrt) zu kennen, muss man sich erstmal durchfragen oder –testen. Das kann schnell frustrierend sein.

Möglichkeiten

  • Rush-Hour meiden: Montags bis freitags von 8 – 16 Uhr ist es i.d.R. in der Uni einfach voll. Wer allerdings an einem Freitagabend, sehr spät am Abend oder gar an Feiertagen (soweit die Bibliothek dann geöffnet hat) hingeht, hat meistens mehr als Ruhe.
  • Anfahrt entspannt gestalten: Wer ein Auto hat, kann es sich auch ruhig gönnen, damit zum Lernen in die Uni zu fahren. Lernen ist schon doof, da kann man sich wenigstens die vielen verschwitzten Menschen in den Öffentlichen ersparen.
  • Auch hier gilt: Musik auf die Ohren. Aber nicht zu laut, denn in der Stille hört man schnell mal den aktuellen Helene Fischer Song vom Nachbarn – ob man will oder nicht.

Meine Erfahrung

Bevor ich angefangen habe, zuhause zu lernen musste ich immer in die Uni fahren. Allerdings habe ich mich am Anfang sehr schwer mit der komischen Bibliotheks-Atmosphäre. Wobei ich mittlerweile weiß, dass es einfach an der Bibliothek liegt. Bis heute renne ich in meinen Fachbereich nur kurz rein, leihe mir meine Bücher aus und bin noch schneller wieder draußen. Stickige Luft und schlechte Beleuchtung sind da die Hauptgründe. Mittlerweile sitze ich – wenn ich in der Uni lerne – immer bei den Medizinern in der modernsten Bibliothek auf dem Campus und genieße den Ausblick bestenfalls aus dem 7. Stock.

 Daneben nutze ich aber fast noch lieber ein weiteres Angebot: Das Selbstlernzentrum. Ein großer Raum, hier und da abgetrennt durch eingezogene Wände und Unmengen Tische in Reihe oder als
Gruppentisch gespickt mit ausreichend Lampen und Steckdosen – mehr ist es gar nicht. Dort ist es auch erlaubt, miteinander zu reden. Interessanterweise herrscht selbst bei Gruppenarbeiten immer respektvolles Flüstern den anderen gegenüber. Einfacher und effektiver kann ein Lernangebot meiner Meinung nach nicht sein.

Lernt ihr gerne in der Uni? Wenn ja, auch in der Bibliothek oder gibt es bei euch auch Alternativen?

Das war’s fürs erste für die Reihe „Richtig lernen – aber wo?“. Ich hoffe, ich konnte ein bisschen eure Lern-Fantasie (ohje, wer hat denn bitte sowas?) anregen. Lasst mir gern eure Meinung, Kritik und Wünsche dazu da!

Schau dir gern auch die anderen Artikel zu diesem Thema an:
Teil 1: Einleitung
Teil 2: Für Selbstdisziplinierte: Zuhause
Teil 3: Die Hipster-Variante: Das Café

Lernt jetzt selber erstmal wieder
– missmoere
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