Studenten ABC | Glossar

Von Alumni bis ZVS

In diesem Studenten ABC Glossar findest Du alle wichtigen Begriffe rund um das Studium. Ob als Studieninteressierter, Erstsemester oder alter Hase – ich bin mir sicher jeder findet den ein oder anderen Begriff, den er noch nicht kannte.

Alumni

Alumni sind ehemalige Studenten.

AStA

Abkürzung für: Allgemeiner Studierenden-Ausschuss.
Der AStA wird von der Mehrheit des Studentenparlaments gewählt und fungiert ähnlich einer Regierung, d.h. er vertritt studentische Interessen.
Dazu gehören z.B. Verhandlungen um das Semesterticket oder andere studentische Vergünstigungen.

Audimax

Abkürzung für auditorium maximus.
Der Audimax ist der größte Hörsaal einer Uni.

Bachelor

Abschluss des Grundstudiums.
Es gibt je nach Studiengang unterschiedliche Titel, die man nach erfolgreich bestandener Bachelor-Arbeit trägt: Bachelor of Arts, Bachelor of Science, Bachelor of Engineering, Bachelor of Education.

BaföG

Abkürzung für: Bundesausbildungsförderungsgesetz.
Synonym für: Die staatlich finanzielle Unterstützung basierend auf diesem Gesetz.
Dieses Gesetz regelt die mögliche finanzielle Beihilfe während des Studiums. Ob ein Student BaföG bekommt und wie hoch der Betrag ausfällt hängt u.a. vom Eigenvermögen und den Einkünften der Eltern ab.
Beantragt werden kann das BaföG im BaföG-Amt der entsprechenden Universität.

Beteiligungsnachweis

Oder auch Schein genannt.
Der Beteiligungsnachweis ist ein Beleg über die erfolgreiche Teilnahme an einer universitären Veranstaltung. Kann digital oder auf Papier ausgegeben werden.

Blockveranstaltung

Eine Blockveranstaltung findet nicht wöchentlich statt, sondern komprimiert über mehrere Stunden bzw. an mehreren Tagen statt. So finden Blockveranstaltungen während des laufenden Semesters oft an Wochenenden statt.

Bologna-Prozess

Die 1999 in Bologna (Italien) von 29 Ländern beschlossene Reform und Angleichung der Studienabschlüssen soll für internationale Vergleichbarkeit und erleichterte Anerkennung von Studienleistungen und –abschlüssen führen.
Dieses Bachelor/Master-System löste das deutsche Diplom/Magister-System ab.

Campus

Der Campus ist das Grundstück der Universität.
Darauf sind alle wichtigen Gebäude zu finden – Lehrräume, Mensen, Bibliotheken, Behörden etc.
Eine Uni wird als Campus-Uni bezeichnet, wenn sich die gesamte Universität auf einem Fleck – oder auch Campus – befindet.
Oftmals kommt es jedoch auch vor, dass der Universität innerhalb einer oder mehreren Städten verteilt ist. So befinden sich z.B. die naturwissenschaftlichen Fakultäten im Norden, die philosophischen im Süden einer Stadt. Unbedingt zu beachten, wenn man bei der Stundenplanerstellung Fahrzeiten beachten muss!

Credit Points (CP)

Credit Points – oder meist nur CP genannt – sind die Währung des Studiums.
Für jede Leistung bekommt man eine gewisse Anzahl an CP, die sich am Workload orientieren. Für den Bachelor-Abschluss benötigt man 180 CP.

DAAD

Abkürzung für Deutscher akademischer Austauschdienst.
Der Deutsche akademische Austauschdienst bietet Informationen und Unterstützungen für ein Studium im Ausland.

Dekan

Der Dekan ist der vom Fakultätsrat gewählte Vorsitzender der entsprechenden Fakultät. Er ist zuständig für Verwaltung und Repräsentation.

Dissertation / Doktorarbeit

Die Dissertation – oder auch Doktorarbeit genannt – ist eine wissenschaftliche Forschungsarbeit mit dem Ziel der Promotion, also dem Tragen des Doktortitels.

Dozent

Die Dozenten sind die Lehrenden an einer Universität.

ECTS

Abkürzung für: European Credit Transfer and Accumulation System.
Offizieller Name des nach dem Bologna-Prozess eingeführten Systems zur internationalen Angleichung von Studienleistung und –abschlüssen. Die Credit Points (CP) bilden dabei die Grundlage bzw. die Vergleichswerte.

Erasmus

Das Erasmus+-Programm unterstützt und vermittelt Auslandssemester an entsprechenden Partneruniversitäten.

Fachschaft

Oft synonym für: Fachschaftsrat
Die Fachschaft bezeichnet eigentlich alle Studenten eines Faches.
Oftmals wird die Fachschaft allerdings mit dem Fachschaftsrat gleichgesetzt. Dieser wird von den Studierenden des jeweiligen Fachs gewählt und vertreten dann die Interessen der Studenten eben dieses Fachs. Oftmals fungieren sie als Mediator zwischen Studenten und Dozenten.

Fakultät

Unterschiedliche Studienfächer eines gleichen Fachgebiets bilden zusammen eine Fakultät, z.B. philosophische, medizinische, wirtschaftswissenschaftliche oder mathematisch-naturwissenschaftliche Fakultät.

Gasthörer

Gasthörer sind Teilnehmer einer Veranstaltung, die nicht immatrikuliert sind. Die Gasthörerschaft ist z.T. kostenpflichtig, bietet jedoch auch Außenstehenden die Möglichkeiten, universitäre Veranstaltungen zu belegen.

Habilitation

Nach der Promotion folgt die Habilitation, der höchste akademische Titel/Grad, und kann somit Professor werden.

Hausarbeit

Hausarbeiten sind wissenschaftliche Ausarbeitungen, die oftmals als Prüfungsleistung gefordert werden.

Hilfskraft (studentische / wissenschaftliche)

Kurz: HiWi
Studentische oder wissenschaftliche Mitarbeiter unterstützen die Professoren und/oder halten Tutorien/Übungen ab.

Hörsaal

Große Unterrichtsräume mit fester Bestuhlung und (meist) Klapptischen. Aufgrund des Aufbaus sind Hörsäle für Vorlesungen gut geeignet. Für Seminare, die Interaktion innerhalb der Studierenden erfordern, sind sie hingegen nichts.

Immatrikulation

Die Immatrikulation ist die Einschreibung an einer Hochschule in einen Studiengang. Die Immatrikulationsbescheinigung immer gut aufheben, denn die wollen viele Krankenkassen und Ämter sehen!

Institut

Das Institut ist ein kleinerer Fachbereich innerhalb einer Fakultät.

Kommilitone

Ein anderes Wort für Mitstudent.

Lehrstuhl

Der Lehrstuhl ist ein kleinerer Fachbereich innerhalb eines Instituts.
Der Lehrstuhlinhaber und somit die führende Position innerhalb eines Lehrstuhls kann nur ein Professor innehaben.

Master

Der Master ist das Folgestudium nach dem Bachelor-Abschluss und dauert i.d.R. drei bis vier Semester.

Matrikelnummer

Jeder Student bekommt eine individuelle Matrikelnummer, durch die er sich eindeutig identifizieren kann. Muss immer und überall mit angegeben werden.

Mensa

Nicht nur für Studenten und Angestellte einer Universität eine preisgünstige Möglichkeit, sich Essen zu beschaffen.

Modul

Module sind Studieneinheiten, die meist einen Teilfachbereich abdecken. Sie bestehen meist aus mehreren Pflichtveranstaltungen wie Vorlesung, Seminaren und/oder Übungen.

Numerus Clausus (NC)

Der Numerus Clausus tritt ein, wenn es mehr Bewerber als Studienplätze gibt. Er bezeichnet die Note, bis zu der Studenten zum entsprechenden Studienfach zugelassen wurden. Dementsprechend kann sich der NC jedes Semester ändern.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit gibt an, innerhalb wie vieler Semester ein Studiengang absolviert werden kann (oder sollte). Ein Überziehen der Regelstudienzeit ist selbstverständlich möglich, kann aber verändern im BaföG o.ä. mit sich ziehen.

Rektor

Wie schon in der Schule ist auch der Rektor einer Universität das Oberhaupt und der Repräsentant Nr. 1 der Uni.

Repetitorium

Eine Veranstaltung, die außerhalb der Universität von privaten „Lehrern“ angeboten wird, um den Stoff des Studiums zu wiederholen. Bei Jura-Studenten existiert der Mythos, dass es unmöglich sei, ohne diese teuren Repetitorien das Staatsexamen zu schaffen. Ob das stimmt oder nicht, muss jeder selbst wissen.

Rückmeldung

Am Ende jedes Semesters müssen die Studierenden sich zurückmelden, um zu signalisieren, dass sie weiter studieren wollen. Das klingt nach mehr als es eigentlich ist, denn mit der Zahlung des Semesterbeitrags geschieht dies automatisch. Jede Uni verschickt früh genug Infos dazu, d.h. eigentlich kann man es kaum vergessen.
Werden die Zahlungsfristen jedoch weit überschritten kann es zur Exmatrikulation führen.

Semester

Das Semester ist die Zeiteinheit innerhalb des Studiums und entspricht einem halben Jahr.

Semesterbeitrag

Nicht zu verwechseln mit den Studiengebühren!
Der Semesterbeitrag wird von jeder Universität individuell erhoben und enthält Sozialbeiträge für das Studentenwerk u.ä. und oftmals auch das Ticket für die ÖPNV-Vergünstigungen.
Wer mit Auto kommt und das Ticket eigentlich nicht braucht, muss dennoch den gleichen Betrag zahlen.

Semesterwochenstunden (SWS)

Die Semesterwochenstunden geben den Umfang an, in dem eine Veranstaltung gelehrt wird. Eine Semesterwochenstunde entspricht 45 Minuten.

Seminar

Ein Seminar ist eine typische Lehrveranstaltung, in der die Anzahl der Teilnehmer möglichst klein gehalten werden soll. Die Interaktion zwischen Studenten unter sich und dem Dozenten ist hier viel höher. Der Stoff kann somit vertieft, diskutiert und angewendet werden.

Sprechstunde

Jeder Dozent bietet mehr oder weniger regelmäßig Sprechstunden an. Diese können von Studierenden genutzt werden, um Themen für Hausarbeiten/Referate zu besprechen oder sich allgemeine Hilfe vom Dozenten zu holen.

Studentenausweis

Mit dem Studentenausweis kann sich jeder Student als solcher ausweisen.
Die Haptik ist dabei je nach Universität sehr unterschiedlich. Vom bloßen Papierzettel, der nicht laminiert werden darf bis hin zum modernen Check-Karten-Format, das weitere Funktionen wie Semesterticket, Mensa- und Kopierkarte enthält ist alles dabei.

Studentenparlament (StuPa)

Das Studentenparlament ist das höchste Gremium der Studentenschaft einer Universität. Zu den Funktionen gehört u.a. die Kontrolle des AStAs.

Studentenwerk

Das Studentenwerk kümmert sich um alle Belange der Studenten. Dazu gehören Mensen, Cafeterien, Wohnheime, Kinderbetreuung usw.

Studiengebühren

Nicht zu verwechseln mit dem Semesterbeitrag!
Studiengebühren – oder offiziell Studienbeiträge – müssen zusätzlich zu dem Semesterbeitrag entrichtet werden. 2007 erhoben, um Unis zu entlasten, wurden diese jedoch in den meisten Bundesländern schnell wieder abgeschafft. Nur in Bayern und Niedersachsen gibt es sie immer noch.

Stundenplan

In den meisten Studiengängen müssen sich Studierenden ihren Stundenplan selbst zusammenstellen. Das hat den Vorteil, dass jeder Student individuell entscheiden kann, welche Veranstaltungen ihn interessieren.
Dennoch gibt es überall Pflichtveranstaltungen, die belegt werden müssen. Eine Orientierung, welche Veranstaltungen in welchem Semester belegt werden sollten, findet sich meist im Studienverlaufsplan im Modulhandbuch eines jeden Studiengangs.
Das Erstellen kann am Anfang schwierig erscheinen. Wie es jedoch ganz leicht geht, erkläre ich im Beitrag Stundenplan erstellen für Erstis – geeignet aber auch für alte Hasen.

Tutorium / Tutor

Tutorien sind Veranstaltungen, die von einem Studenten im höheren Semester (Tutor) gehalten werden. Meist sind diese zusätzlichen Angebote zu Vorlesungen, in denen die Inhalte vertieft und angewandt werden.
Es gibt jedoch auch fächerübergreifende Tutorien, die allgemeine Infos vermitteln wie die Anfertigung von Hausarbeiten, Literaturrecherche oder Orientierungstutorien zu Studienbeginn.

Übung

Ähnlich wie in einem Tutorium werden in einer Übung Inhalte vertieft, allerdings liegt hier der Schwerpunkt auf der Anwendung. Besonders in mathematisch-naturwissenschaftlichen Studiengängen sind sie daher nicht nur nützlich, sondern auch Pflicht.

Urlaubssemester

Ein Urlaubssemester ist ein offizielle Studiumspause. Diese muss jedoch stichhaltig begründet und bei der Universität beantragt werden. Die entscheidet dann in jedem(!) Einzelfall, ob das gewünschte Urlaubssemester genehmigt wird.

Vorkurs

Ein Vorkurs ist ein Angebot der Universität an Studienanfänger, um Grundkenntnisse zu erwerben oder aufzufrischen. Vorkurse finden meist in den Wochen vor offiziellem Semesterbeginn statt.

Vorlesung

Die Vorlesung ist vermutlich die klassischste Lehrveranstaltung an der Uni. Vergleichbar ist sie am besten mit dem Frontalunterricht. Der Dozent hält einen Monolog und die Studenten müssen sich aus dem Gesagten und bestenfalls aus den Folien des Dozenten selbst das Wichtigste herausarbeiten. Das bedarf Vor- und Nacharbeit.

Vorlesungsfreie Zeit / Semesterferien

Oftmals Semesterferien genannt, passt vorlesungsfreie Zeit besser. Denn entgegen der Ferien in der Schule, fängt die Arbeit in dieser Zeit erst an. Klausuren, Hausarbeiten, Essays – alles muss in den Semesterferien vorbereitet und angefertigt werden.

Vorlesungsverzeichnis

Im Vorlesungsverzeichnis sind alle angebotenen Lehrveranstaltungen der Universität aufgelistet.

Workload

Workload bezeichnet die Arbeitszeit, die ein Student aufbringen sollte, um eine Veranstaltung bzw. Modul zu bestehen und ist eng mit den Credit Points verbunden.

ZVS

Abkürzung für Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen.
Mittlerweile heißt es jedoch Stiftung für Hochschulzulassung und ist unter www.hochschulstart.de erreichbar. Diese Stelle ist zuständig für bundesweit zulassungsbeschränkte Studiengänge und übernimmt dort die Vergabe der Studienplätze.

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