10 Tipps, um nicht als Ersti aufzufliegen

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Während für manche der Studienalltag wieder einkehrt, beginnt für viele ein ganz neuer Lebensabschnitt mit dem Beginn des Studiums. Leider sieht man das den sogenannten Erstis auch an.

Damit Du von den alten Hasen aber nicht auf 10 Meter gegen den Wind als unerfahrener Erstsemester erkannt wirst, habe ich 10 Tipps, um nicht als Ersti aufzufliegen.

1 | Trage nicht den Campusplan vor dir her

Nicht umsonst ist dieser Punkt meine Nummer 1. Nichts stempelt dich so schnell ab, wie ein auf DinA4 gedruckter Zettel, den Du mit verwirrten Blicken vor dir her trägst.

Natürlich kennt man sich in den ersten Wochen nur sporadisch aus, dennoch kannst Du dir den ein oder anderen wissenden Blick eines höheren Semester sparen, wenn Du ein bisschen trickst.
Wir sind im Jahre 2016 angekommen, d.h. die meisten Unis haben ihren Campusplan online. Entweder gibt es sogar eine eigene Hochschul-App oder man lädt sich die PDF kurz mal auf das Handy.

Solltest Du tatsächlich bei einer dieser Unis hinterm Mond gestrandet sein, drucke dir den Campusplan so klein wie möglich aus und halte ihn dir nicht ständig vor die Nase.

2 | Du willst unbedingt die neuen Ersti-Klamotten haben? Lass es.

An vielen Unis werden zu Semesterbeginn entsprechende Accessoires kostenlos verteilt. An meiner Uni sind das traditionell die Ersti-Taschen. Die tragen zwar selten eine Jahreszahl, variieren aber von Jahr zu Jahr. Trägst Du diese dann mit dir rum, kannst Du dir gleich ERSTI auf die Stirn schreiben – ist im Zweifelsfall von Weitem wenigstens schlechter zu sehen.

3 | Dein Abi-Shirt? Auch zuhause lassen.

Achja, wie stolz war ich damals auf mein Abi-Shirt. Mit stolzer Brust habe ich das im Dorf getragen und habe mich gefühlt wie King Kotelett. In der Uni ist das nur ein Zeichen dafür, dass Du noch völlig grün hinter den Ohren bist und mit G8 im Schlepptau möglicherweise nicht mal 18 bist. Putzig. Aber das ist wohl nicht der Eindruck, den Du hinterlassen möchtest.

Lass den Stofffetzen zuhause und trage ihn lieber beim nächsten Besuch bei Oma.

4 | Die ersten Reihen sind tabu!

Keiner mag Streber oder Übereifrige, die sich bei halbleerem Hörsaal in die ersten Reihen parken. Gerade bei Erstsemester- und/oder Einführungsveranstaltungen werden die Hörsäle vermutlich brechend voll sein. Dann kann man sich auch nach vorne wagen. Aber lass es sonst bitte. Die Kommilitonen schauen dann nämlich nicht mehr nur wortwörtlich auf dich herab.

5 | Lerne deine Unistadt kennen – und bleib auch da!

Für all diejenigen, die nicht gerade vor dem Studium im Ausland waren, ist mit dem Studienstart die Zeit gekommen, endlich auf eigenen Beinen zu stehen – und dieser Absprung ist wichtig!

Spring also! Wenn Du fällst ist zuhause bei Mami das Kinderzimmer immer noch da, aber vorher bleibe in deiner neuen Heimatstadt! Ich kann aus übler Erfahrung und von tiefster Überzeugung sagen, dass es nichts Wichtigeres gibt, als sich in der Stadt, in der man lebt, wohl zu fühlen – der erste Schritt dahin, ist Zeit dort zu verbringen.

Du kannst dich nicht schneller als Mama-Kindchen, Stubenhocker und Ersti entlarven, wenn Du keine Ahnung hast, wo denn das Starbucks in der Altstadt ist, wo sich die gesamte Studentenschaft aufhält.

6 | Wähle dein Essen weise! – Orientiere dich an den alten Hasen

Das Essen auf dem Campus ist eine Wissenschaft für sich, die es zu studieren lohnt. Vermutlich gibt es an deiner Uni unterschiedliche Futterplätze – Mensen, Cafés, Kiosks, etc. Die sind aber selten alle toll, d.h. es schadet nicht, in der ersten Zeit einfach den Massen zu folgen, denn die wissen, wo es sich am besten Essen lässt. Sollte es irgendwo zur Mittagszeit leer sein, lasst die Finger davon! Es wird seinen Grund haben, warum dort niemand is(s)t.

Das gilt übrigens auch, wenn es z.B. zwei unterschiedliche Mensen mit den gleichen Gerichten gibt. Die Schweinemensa, wie sie bei uns liebevoll genannt wird, hat das gleiche Essen auf dem Plan, wie die Hauptmensa. Essen gehen würde ich da trotzdem keinesfalls.

Auch bei den verschiedenen Gerichten gibt es welche, die man besser meidet. Ist der Andrang bei den Pommes größer als beim Wildragout? Auch das wird seinen Grund haben.

Es schadet also nicht, sich der Schwarmintelligenz beim Essen einfach mal hinzugeben.

7 | Fragen sind okay – aber übertreib’s nicht

In den ersten Tagen und Wochen ist alles neu und unbekannt. Das kennt jeder und jeder erinnert sich auch daran, wie es zu Beginn für einen selbst war. Deswegen ist es auch absolut okay, nachzufragen, wenn man etwas nicht verstanden hat. Trotzdem gibt es ab einem ganz bestimmten Punkt eben doch dumme Fragen.

Nicht umsonst werden kiloweise Infomaterial ausgehändigt, tausende Links empfohlen und Einführungsveranstaltungen gehalten. Ergänzend – man glaubt es nicht – auch Google ist und bleibt immer noch dein Freund.

Ich erinnere mich da an jemanden, der hinter mir saß und mich ständig mit irgendwelchen Fragen gelöchert hat. Entweder wurden diese aber schon vor zwei Minuten im immer noch laufenden Vortrag beantwortet oder sie waren so weit hergeholt, dass man sich fragt, warum man sich am ersten Tag mit der Bachelor-Anmeldung befassen sollte.

Lass manche Dinge einfach auf dich zukommen. Selbst wenn Du die ersten Informationen, die am Anfang haufenweise in dich eingeprügelt werden, nicht verstehst, wissen die Dozenten der Einführungsseminare und –vorlesungen, dass sie Grünschnäbel vor sich haben. Es wird alles noch 100 Mal erklärt. Ich verspreche es dir!

8 | Wir haben’s verstanden, Du bist jetzt Student!

Weniger Info ist manchmal mehr. Natürlich ist es das Gefühl, jetzt Student zu sein, großartig und man möchte es wie eine neue Liebe in die Welt hinaustragen. Leider wird dir schnell bewusst werden, dass das eigentlich gar nichts Besonderes ist. Wie dir geht es allein an deiner Uni abertausenden.

Laufe also nicht mit dem Handy am Ohr über den Campus und erzähle Mutti, was Du tolles Neues in der Uni gelernt hast. Auch deine nicht-studentischen Freunde werden es dir danken, wenn nicht jeder Satz mit „Also heute in der Uni…“ beginnt.

9 | Du bist wieder ganz unten, aber das ist okay

Eine der wichtigsten Dinge, mit denen Du dich abfinden solltest: Du bist in der Nahrungskette wieder ganz unten. Und damit meine ich wirklich am Boden der Hierarchie.

Die Probleme, die das Gefühl mit sich bringen, nun zur deutschen Elite zu gehören, habe ich hier ja schon genug angesprochen. Also komme runter auf den Boden der Tatsachen und finde dich damit ab. Es stärkt den Charakter und ist völlig okay.

10 | Sei kein Panikkind!

Niemand mag Panikkinder. Vermutlich sind die besagten Fragen-Nerver aus Nummer 7 eben diese Panikkinder, die am liebsten schreiend im Kreis laufen wollen, weil alles zu viel ist.

Ja, der Studienbeginn ist hart und die erste Prüfungsphase lässt dich wünschen, stattdessen noch mal das Abitur schreiben zu dürfen. Aber werde deswegen kein Panikkind, sondern atme tief durch und stelle dich den Herausforderungen des Studiums. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eine wird-schon-Einstellung sehr zum erträglichen Studienstart dazu gehört.

Bist Du schon Student und hast noch mehr Tipps, um nicht als Ersti aufzufallen? Oder bist Du ein Ersti und hast Fragen oder Anregungen? Schreib mir gern alles in die Kommentare oder lasst mir ein Like mit dem kleinen Herzchen links unten da!

Knuddelt jetzt die Katze
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