Vom Fiasko zum Dauerbrenner | Meine Haarfarben-Geschichte

von

35 aus der Live Color XXL Reihe von Schwarzkopf

Mein 14-jähriges Ich war damals total davon überzeugt, dass sie unbedingt schwarze Haare mit blauen Strähnen haben musste – und dass ihr das auch noch stünde. Natürlich. Einem Kellerkind-Hautton auch noch tiefschwarze Haare aufsetzen, ist da sicherlich eine gute Idee. Ich muss zugeben, der Farbgedanke selbst gefällt mir immer noch, mittlerweile habe ich mich aber damit abgefunden, dass mir das einfach nicht steht. Außerdem traue ich mich nicht mehr. Denn ist das Schwarz erstmal auf dem Kopf, bekommt man es nur äußerst schwer wieder weg – selbst wenn es nur eine Tönung ist.

Vergangenheits-Miri wollte sich also die Haare färben. Verständlich, denn die engelsgleichen hellblonden Wellen waren einem platten Straßenköter-Aschblond gewichen, das einfach nach nichts aussieht. Außer eben nach Straßenköter.

Fiasko: Schwarz? Blau? Blond? Rot?

Meine Mutter war von meiner schwarze-Haare-mit-blauen-Strähnen-Idee eher semi-überzeugt. Aber da Mama die coolste Mama ist, hat sie mir vorgeschlagen, ob denn nicht Rot eine Farbe für mich wäre. Also nicht Irish-Surferboy-Rot, sondern Rot. Feuerrot. Mein Teenager-Ich war also vollends begeistert. Da sich meine Mutter aber nicht traute, mir diese Farbe persönlich auf den Kopf zu schmieren, schickte sie mich zu unserem Dorffriseur. Ja, das klingt genauso wie es in der Realität auch war – außer alten Damen Dauerwelle und Fönfrisur zu richten, lief da nicht viel. Dementsprechend hatte (oder wollte) die Friseurin mich missverstehen. Statt mir also das komplette Haar rot zu färben, kam ich aus dem Salon und hatte nicht nur immer noch Straßenköter-Aschblond auf dem Kopf, das war dann auch noch gesprenkelt mit hellblonden (wie sie plötzlich auf Hellblond kam, weiß ich bis heute nicht) und roten Strähnen. Zum Glück war ich mit meinem Roller da, d.h. ich konnte diese Friseur-Farb-Katastrophe unter meinem Helm verstecken. Ich fuhr also nach Hause. Meine Mutter lachte mich kurz aus, fuhr dann aber direkt zum Dorf-Schlecker (also die Drogeriemarke – bitte nichts falsch verstehen hier!) und kaufte die nächstbeste rote Haarfarbe.

Die 842 aus der Brillance-Reihe von Schwarzkopf begleitete mich die nächsten Jahre noch.

Nach dem Abi wurde mir das Rot allerdings zu „langweilig“. Ich ging – diesmal sicherheitshalber zu einem anderen Frisör – und ließ mir das Unterhaar (heißt das überhaupt so?) schwarz färben. Ich sag ja, ich bin vom dem Schwarz-Trip nie ganz heruntergekommen. Allerdings war das Deckhaar-Rot sowieso schon etwas dunkler als zuvor geraten und mit fortlaufendem Waschen und ausblutendem Schwarz, wurde das Rot noch dunkler. Abgesehen davon, dass ich mir durch die zwei Farben auf dem Kopf bei der Arbeit plötzlich den Spitznamen Streifenhörnchen eingefangen hatte, fand ich die zwei Farben eigentlich gut. Nur zu wenig knallig eben. Also bin ich nach keinem Jahr wieder zurück zum „einfachen“ Rot. Alles unter Friseur-Aufsicht, denn wie oben schon erwähnt, ist es recht schwer Schwarz raus bzw. dunkles Rot heller zu bekommen.

35 aus der Live Color XXL Reihe von Schwarzkopf

Jetzt färbe ich aber schon seit Jahren wieder selbst. Ich bin schließlich eine arme Studentin. Die 35 aus der Live Color XXL Reihe von Schwarzkopf kostet nämlich nur zwischen 3€ im Angebot und 6€ zur falschen Zeit am falschen Ort. Außerdem habe ich keine Lust mehr, dass die Farbe auf meinem Kopf zu einem wie-gut-mischt-der-Friseur-heute-wieder-die-Farbe-Glücksspiel wird. Du siehst, ich bin nachhaltig farbgeschädigt.

Auch heute kommt es aber immer noch zu den Momenten, in denen mir das Rot zu langweilig ist. Mittlerweile bin ich da aber auf eine schonendere Variante für Haar und Nerven umgestiegen: Die Tönungen von Directions. Momentan stehen deswegen die Farben Fire & Puppy Red (Jaja, ist auch nur langweiliges Rot, aber dazu in einem anderen Post mehr) sowie Atlantic und Apricot.

Wasserleiche in den Spitzen

Atlantic hatte ich mir schon vor längerer Zeit mit der Absicht bestellt, meine Spitzen blau zu färben oder – womit ich eher gerechnet hatte – dunkellila. Irgendwie war ich aber lange zu feige. Irgendwann hingegen traf mich ein mir-ist-alles-scheiß-egal-Moment und ich klatschte mir Atlantic einfach in die Spitzen. Zu meiner Überraschung war mir nicht nur ein gleichmäßiger Übergang gelungen, nein, meine Spitzen waren tatsächlich blau! Tiefdunkelblau, aber blau. Nach mehrmaligem Waschen fingen die Farben an zu wechseln wie ein kleiner, kranker Regenbogen. Erst wurde es dann doch noch zu lila, danach wirkte es leicht grünlich. Mein Freund bezeichnete es liebevoll als Moder-Farben. Ein bisschen wie eine Wasserleiche vielleicht. Mittlerweile sind wir im Endstadium der Verwesung angekommen, d.h. zusammen mit den kaputten Spitzen und fehlender Zeit zum Nachfärben/Tönen/Friseurbesuch ist es jetzt einfach nur noch ein ausgeblichenes, orangestichiges Fast-Rot. Shit happens.

Wenn Du wissen möchtest, wie meine aktuelle Färbe-Routine aussieht, dann gibt es nächste Woche zur gleichen Zeit auch darüber einen Artikel! Wenn Du also informiert bleiben möchtest, folge mir gern auf einem Social Media Kanal deiner Wahl – alle Accounts sind überall auf der Seite verteilt verlinkt 😉

Wie sieht deine Haar-Historie aus? Schreib es mir gern in die Kommentare oder wenn Du selbst einen Blogpost über dieses Thema schreiben möchtest – oder schon geschrieben hast – verlink ihn mir gern! Ich bin gespannt, was Du schon alles mit deinen Haaren angestellt hast!

Kümmert sich jetzt um das Sorgenkind Katze.
– missmoere

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3 Responses
  • Cristin S.
    Mai 25, 2016

    Mal wieder super geschrieben, vor allen Dingen der Satz " Mittlerweile sind wir im Endstadium der Verwesung angekommen[…]" XD Ich erkenne mich in vielen Sachen wieder. Ich wollte früher auch immer schwarze Haare haben, habe sie mir dann mit 16 schwarz getönt, aber es wusch sich schnell raus. Dann färbte ich sie mir auch knall-rot, aber irgendwann hat mich das Nachfärben genervt und so ließ ich es auswachsen. Und so ging es dann über die Jahre weiter, ich habe immer zwischen schwarz/braun zu blond gewechselt und nun sind meine Haare tot. Deshalb lass ich meine Naturhaarfarbe seit c.a nem dreiviertel Jahr rauswachsen (rot-blond; früher habe ich diese Farbe gehasst). Ja und in den nächsten Monaten wird auch erst mal nichts gefärbt, sonst habe ich irgendwann ne Glatze.
    Frauen und ihre Haare, eine On-Off Beziehung. 🙂

    Liebe Grüße,

    Cristin

    • moere
      Mai 25, 2016

      Freut mich riesig, dass es dir gefallen hat (:
      On-Off-Beziehung trifft es absolut perfekt 😀 Irgendwie ist Frau ja doch nie zufrieden.
      Aber du hast es ja ins ganz Extreme getrieben – oft von dunkel nach hell – das ist schon krass! Aber heute kannst du dich mit deiner Naturhaarfarbe anfreunden? Für mich wäre das so gar keine Option.

      Liebe Grüße zurück <3

  • Cristin S.
    Mai 25, 2016

    Ja, mir bleibt momentan nichts anderes übrig. Und es gefällt mir mittlerweile. 🙂 Ich sehe mich zwar auch gerne mit dunklen Haaren, aber da kann ich manche Frisuren einfach nicht machen, weil irgendwie immer nen Stück vom Ansatz hell bleibt, bzw. wächst das so schnell raus, dass das einfach doof aussieht.

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